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Juden überproportional von Hassvergehen betroffen

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03. Juni 2026 – 18. Siwan 5786

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Juden überproportional von Hassvergehen betroffen

Ein Bericht belegt: Gut ein Viertel der registrierten Diskriminierungs-Fälle sind antisemitisch motiviert. Der Anteil der Juden in der niederländischen Bevölkerung beträgt aber nur 0,2 Prozent

 03.06.2026 09:37 Uhr

Die Zahl antisemitischer Vorfälle in den Niederlanden ist weiterhin hoch. Nach Angaben des Zentrums für Information und Dokumentation Israel (CIDI) wurden im vergangenen Jahr insgesamt 281 Vorfälle registriert. Das sind zwar weniger als 2024 (421 Fälle) und 2023 (379 Fälle), liegt aber weiterhin klar über dem Niveau der Jahre vor 2023.

Der CIDI-Bericht für 2025 belegt: Gut ein Viertel (26 Prozent) der registrierten Diskriminierungsfälle waren antisemitisch motiviert. Der Anteil der Juden in der niederländischen Bevölkerung beträgt aber nur 0,2 Prozent. Dies bedeutet, dass jüdische Niederländer (und ggf. jüdische Ausländer) überproportional von Hassvergehen betroffen sind.

Die Organisation betont, die Entwicklung sei nicht automatisch als Entwarnung zu verstehen. Vielmehr zeige sich seit einiger Zeit ein strukturelles Problem bei der Erfassung: Immer weniger Betroffene melden Vorfälle überhaupt.

Israel mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt

Das CIDI spricht in diesem Zusammenhang von einer wachsenden »Meldungsmüdigkeit«. Viele Betroffene hätten den Eindruck, dass Anzeigen oder Meldungen kaum Konsequenzen hätten oder keine Veränderung bewirkten. Dadurch könne die Statistik sinken, ohne dass die tatsächliche Zahl der Vorfälle im Alltag zwangsläufig zurückgehe.

Zunahme bei Demonstrationen und öffentlichem Raum

Auffällig ist laut Bericht insbesondere ein Anstieg........

© Juedische Allgemeine