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Jom-Kippur-Veteran Simcha Applebaum gestorben

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25.06.2026

25. Juni 2026 – 10. Tamus 5786

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Jom-Kippur-Veteran Simcha Applebaum gestorben

Der Holocaust-Überlebende, Reservisten-Oberst und Mitbegründer des Kibbuz Netzer Sereni wurde 99 Jahre alt

 25.06.2026 14:22 Uhr

Simcha Applebaum hat den Holocaust überlebt, kämpfte später für den Aufbau des Staates Israel und wurde als Offizier im Jom-Kippur-Krieg bekannt. Der Reservisten-Oberst und Mitbegründer des Kibbuz Netzer Sereni ist laut israelischen Medienberichten am Dienstag im Alter von 99 Jahren gestorben.

Applebaums Lebensweg verband die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden mit dem Aufbau Israels. Er gehörte zu jener Generation, deren Biografien die Geschichte des jüdischen Volkes im 20. Jahrhundert widerspiegeln: vom Überleben der nationalsozialistischen Vernichtung bis zum Einsatz für den jungen jüdischen Staat.

Geboren wurde Applebaum 1927 im Ort Malch im damaligen Bezirk Pruzhany, dem heutigen Belarus. Sein Vater Yaakov war ein engagierter Zionist und unterstützte junge Juden bei der Vorbereitung auf die Einwanderung nach Eretz Israel. Im November 1941 wurde die Familie – Simcha, seine Eltern und seine ältere Schwester Ella – in das Ghetto von Pruzhany deportiert.

Vom Ghetto nach Auschwitz

Im Mai 1942 schloss sich der junge Applebaum einer Gruppe jüdischer Jugendlicher an, die aus dem Ghetto floh und versuchte, Kontakt zu jüdischen Partisanen und sowjetischen Einheiten in den Wäldern aufzunehmen. Monate später kehrte er heimlich ins Ghetto zurück, um Lebensmittel und Kleidung zu beschaffen. Während dieser Aktion wurden mehrere seiner Begleiter von deutschen Soldaten getötet. Applebaum konnte entkommen.

Nach der Auflösung des Ghettos im Januar 1943 wurde er mit seiner Familie nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Seine Eltern und seine Schwester wurden dort ermordet. Applebaum gab sich bei der Selektion als älter aus, um dem sicheren Tod zu entgehen, und wurde zur Zwangsarbeit eingeteilt. Die Häftlingsnummer 78524 wurde ihm auf den........

© Juedische Allgemeine