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Neuanfang nach der Schoa: Erster Gottesdienst in Frankfurts Westendsynagoge

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115 und 116 - das sind die Stammplätze von Marc Grünbaum und seinem Neffen. Grünbaums Stuhl in der Frankfurter Westendsynagoge gehörte zuvor seinem Vater. »Über Generationen werden die Plätze innerhalb der Gemeindefamilien weitergegeben«, erklärt der 55-Jährige. Er ist einer der Vorstandsvorsitzenden der Jüdischen Gemeinde am Main, die mit ihren knapp 6.500 Mitgliedern zu den größten in Deutschland gehört. »Es geht um religiöse und emotionale Verbundenheit von Menschen mit der Synagoge und die Erinnerung an die eigenen Eltern.«

Die Westendsynagoge ist prächtig und umfängt die Beterinnen und Beter zugleich mit einer warmen Atmosphäre. Mit ihren dunkelbraunen Sitzen, den zurückhaltend gelb-orangefarbenen Wänden, dunkelgrünen und roten Ornamenten, einer blau-grauen Kuppel und einem großen Deckenleuchter über der Bima, dem Pult, an dem aus der Thora gelesen wird. An den Seiten erhebt sich in Hufeisenform die Empore für die Frauen. Der Innenhof ist in das Sonnenlicht des Nachmittages getaucht.

Die Synagoge mit ihren etwa 1.000 Plätzen ist heute die größte in Frankfurt und gehört zu den wenigen in Deutschland, die bei den........

© Juedische Allgemeine