Berliner Fußballverein entdeckt seine jüdischen Wurzeln neu
»Wir sind ein Weddinger Kultverein«, sagt Johannes Refle, während er über die Kunstrasenplätze an der Ofener Straße blickt - Heimspielstätte des WFC Corso 99/Vineta e.V. Die erste Herrenmannschaft spielt in der Berliner Kreisliga B. Es könnte ein ganz gewöhnlicher Verein sein, wie mehr als 400 andere unter dem Dach des Berliner Fußball-Verbands. Aber Refle, 22 Jahre alt und seit April im Vorstand, weiß, wovon er spricht.
Wer sich der Geschichte des WFC Corso 99/Vineta nähern will, muss den Namen aufdröseln. Das »WFC«, der neueste Teil des Namens, stammt aus einer Fusion aus dem Jahr 1996 mit dem Weddinger FC 08. Dieser stieg in den 1980er Jahren immerhin in die damals viertklassige Landesliga Berlin auf. Der BSC Corso als »Mutterverein« gründete sich 1899. Im beginnenden 20. Jahrhundert entstand, ebenfalls in Berlin, der SC........
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