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Antisemitische Ausfälle aus Minsk

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17.06.2026

17. Juni 2026 – 2. Tamus 5786

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Antisemitische Ausfälle aus Minsk

Ein Interview des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko belastet das bilaterale Verhältnis mit Israel

Jurij Jaroschewitsch hat derzeit wenig Anlass zur Freude. Der 54-jährige belarussische Botschafter in Israel steht vor der Herausforderung, das bilaterale Verhältnis zu verbessern. Dieses ist aufgrund der propagandistischen Instrumentalisierung des Holocausts in Belarus, der einseitigen Berichterstattung über den Gaza-Krieg sowie der engen Verbindungen zwischen Belarus und dem Iran belastet.

Während der Diplomat für ein positives Belarus-Bild in Israel wirbt, werden seine Bemühungen vom Staatschef Alexander Lukaschenko konterkariert, der mit seinen antiisraelischen, oft antisemitisch gefärbten Bemerkungen immer wieder provoziert.

Ein Interview mit diplomatischem Sprengstoff

So etwa in einem Interview mit dem saudischen Sender Al Arabiya English, das am 15. Juni ausgestrahlt wurde. Die Moderatorin Melinda Nucifora führte das Gespräch für ihr Format »Counterpoints«.

Während belarussische und internationale Beobachter vor allem von Lukaschenkos zurückhaltenden Einschätzungen des russischen Krieges gegen die Ukraine überrascht sind, lenkt der Sender gezielt die Aufmerksamkeit auf Israel. Das Interview wird unter dem Titel »‚Gaza ist ein Holocaust‘: Der belarussische Präsident über den Iran-Krieg, die Ukraine und Trump« veröffentlicht. Damit wird deutlich, welche Botschaft für Al Arabiya im Mittelpunkt steht. Lukaschenko scheint die Erwartungen nicht enttäuscht zu haben.

Im Gespräch........

© Juedische Allgemeine