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Jenseits der Schlagzeilen – mit Davidstern in der U8

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25.06.2026

25. Juni 2026 – 10. Tamus 5786

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Jenseits der Schlagzeilen – mit Davidstern in der U8

Wie mein Anhänger und ich in der berüchtigten Berliner U-Bahn-Linie auf dem Weg zur Arbeit ignoriert wurden

»Mach das auf keinen Fall!«, beschwor mich mein Mann noch gestern Abend. Ich selbst habe es meinem Sohn streng verboten: mit einer sichtbaren Magen-David-Halskette U-Bahn zu fahren. »Das kommt nicht infrage!«, habe ich ihn ins­truiert, »die Leute meinen, wir sind an den hohen Benzinpreisen schuld!«

Doch der Krieg ist (vielleicht) zu Ende, und heute Morgen musste ich es einfach ausprobieren. Ich habe auf dem Weg zur Arbeit meinen mittelgroßen silbernen Davidstern offen über dem T-Shirt getragen. Und nicht nur das, ich bin einen Umweg gefahren, um die Reaktionen in der U8 zu testen, über die immer wieder zu hören ist, man dürfe in dieser berüchtigten U-Bahn-Linie, die durch Berlin-Neukölln führt, auf keinen Fall Hebräisch sprechen oder jüdische Symbole zeigen.

Und was ist passiert? Nichts! In der S1 war ich von Schöneberg bis Yorckstraße von einer Gruppe Schulkinder umringt. Niemand beachtete mich. Dasselbe in der U7 von Yorckstraße bis Hermannplatz. Die Mitfahrenden, fast alle Pendler auf dem Weg zur Arbeit, scrollten auf ihren Smartphones, ich wurde ignoriert. Eine einzige Frau warf mir einen Blick zu, den ich als kritisch empfand, aber vielleicht habe ich mich geirrt.

Keine Reaktion auf dem U-Bahnhof Hermannplatz in Neukölln

Keine Reaktion auch auf dem U-Bahnhof Hermannplatz mitten in Neukölln. Ich stieg in die U8 in Richtung Norden und setzte mich neben eine gut geschminkte Frau mit Kopftuch. Sie starrte auf ihr Handy, ich........

© Juedische Allgemeine