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Für immer

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30. Juli 2026 – 16. Aw 5786

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Manchmal sind es die kleinen Dinge, von denen wir uns nie trennen würden. Wir haben Gemeindemitglieder gefragt, welche Gegenstände ihnen viel bedeuten

Manche Gegenstände sind weit mehr als bloße Dinge des Alltags. Sie bewahren Erinnerungen, erzählen persönliche Geschichten und verbinden Menschen mit ihrer Familie, ihrer Herkunft oder wichtigen Ereignissen. Einige sammeln sie mit großer Leidenschaft. Ob Schmuck, Musikinstrumente, Stofftiere, eine Blumenvase oder Fotoalben – sie stehen für Liebe, Verlust, Identität, Heimat und Gemeinschaft. Aber es gibt auch Menschen, die keinen Besitz brauchen. Eine Umfrage.

Ekaterina Kulakova, DresdenIch habe mir besonderen Schmuck herstellen lassen. Den Goldschmuck meiner Großmutter ließ ich einschmelzen, um daraus einen Davidstern anzufertigen. Zusammen mit der Hochzeitskette meiner Mutter trage ich ihn. Den Ring hingegen, den ich sehr liebe, lasse ich lieber in der Schatulle, denn ich habe zu viel Angst, ihn zu verlieren. In Uljanowsk, der Stadt, in der auch Lenin geboren wurde, kam ich zur Welt. Mit meiner Familie zog ich nach Omsk in Sibirien, wo meine Eltern Solisten des Akademischen Sinfonieorchesters wurden. Von ihnen habe ich die Krankheit geerbt, Musikerin zu werden, sage ich immer mit einem Augenzwinkern. Meine Oma starb, als ich zwölf Jahre alt war. Noch heute vermisse ich sie und erinnere mich gern an den Duft ihres Parfüms. Parallel zu meiner Arbeit als Musikpä­dagogin arbeitete ich in einer Goldschmiedewerkstatt. Zu dieser Zeit las ich einen Bericht über den wahrscheinlich ältesten Davidstern, der mehrere Jahrtausende alt war und mich zu meinem Magen David ins­pirierte. Ihn, die Kette und den Ring würde ich nie hergeben. Auch ein Ring aus Yad Vashem ist mir wichtig; den trage ich täglich. Er symbolisiert für mich die Rückkehr zu meiner jüdischen Identität. 2005 kamen meine Eltern und ich nach Dresden. Meine Kette, Ringe und meinen Davidstern hatte ich damals im Gepäck.

Gianna Marcuk, RostockEine kleine lilafarbene Blumenvase begleitet mich seit meiner Kindheit. Meine Familie lebte früher in Moldawien, wo die Vase einst in einer Vitrine stand. Aus meiner Heimat konnten wir bei unserer Emigration kaum etwas mit nach Deutschland nehmen. Die kleine Vase erinnert mich an mein einstiges Zuhause, an meine Kindheit, meine Familie und an meine Mutter, die vor 25 Jahren starb und der die Blumenvase ebenfalls etwas bedeutete. Meine Kinder fragen mich manchmal, warum ich sie noch aufhebe; so schön sei sie nicht. Für mich aber schon. Heute steht sie wieder in einer Vitrine – bei mir zu Hause.

Sigrid Wolff, BerlinMeinen Trauring mit den kleinen Steinen würde ich nie hergeben. Und auch meinen Verlobungsring nicht. Das ist inzwischen ohnehin nicht mehr möglich, denn ich bekomme beide mittlerweile nicht mehr vom Finger. Mein Mann Garry hatte den Ehering........

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