Erster Schritt zum Frieden?
01. Juli 2026 – 16. Tamus 5786
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Erster Schritt zum Frieden?
Jerusalem und Beirut begrüßen das überraschende Abkommen. Die Terrormiliz Hisbollah weist es entschieden zurück
Israel und der Libanon schlagen ein neues Kapitel in ihren Beziehungen auf. Ein Rahmenabkommen soll den Weg für einen Frieden zwischen den beiden langjährigen Rivalen im Nahen Osten ebnen. Dazu gehört, dass libanesische Soldaten die Kontrolle über einige kleinere, derzeit von israelischen Truppen besetzte Gebiete übernehmen sollen, sowie die sukzessive Entwaffnung der Terrororganisation Hisbollah.
Die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz lehnte das Abkommen umgehend ab und erklärte, sie behalte sich das Recht auf Selbstverteidigung vor. Israel wiederum bekräftigte sein Engagement im Kampf gegen die Terroristen. Das Abkommen ist nicht als Friedensvertrag mit sofortiger Wirkung konzipiert, sondern muss als Einleitung zu einem Prozess verstanden werden. Gemäß den Bestimmungen sollen die libanesischen Truppen schrittweise die Verantwortung in begrenzten Gebieten im Südlibanon übernehmen, während der israelische Rückzug von der Sicherheitslage anstatt von Fristen abhängig gemacht wird.
Militärische Präsenz der Hisbollah im Süden wird nach und nach durch die libanesische Armee ersetzt
Gleichzeitig zielt das Abkommen darauf ab, die Autorität des libanesischen Staates zu stärken, indem die militärische Präsenz der Hisbollah im Süden nach und nach durch die libanesische Armee ersetzt wird, und zwar im Einklang mit den in der UN-Sicherheitsratsresolution 1701 aus dem Jahr 2006 formulierten Zielen.
Laut dem amerikanischen Nachrichtenportal »Axios«, das sich auf direkt an den Verhandlungen beteiligte Personen beruft, erhöhte Washington den Druck auf beide Seiten, um noch vor Ende der Woche eine Einigung zu erzielen. US-Außenminister Marco Rubio habe sowohl Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als auch dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun klargemacht, dass Präsident Donald Trump einen raschen Abschluss des Abkommens wünsche. Trotz des bestehenden Misstrauens hätten schließlich beide Seiten erkannt, dass sie einen Deal brauchen, »um die Kontrolle über den Prozess zu behalten und den Iran außen vor zu lassen«, wird der Insider zitiert.
Israelische Beamte befürchten, dass der Iran das Abkommen untergraben wird.
Israelische Beamte befürchten, dass der Iran das Abkommen untergraben wird.
Ein für Israel zentraler Aspekt ist dabei, dass die Übereinkunft militärische Operationen gegen künftige Bedrohungen nicht........
