Der Lachende
Sein Vorname bedeutet: »Er wird lachen«. Eine Vorhersage, die sich erfüllt hat: Itzhak Perlmans ganzes Leben wird von fröhlichen Gesichtern begleitet. Bei den Proben, auf der Bühne, als Lehrer, in den Ferien mit seiner Frau Toby, den Kindern und Enkeln. Selbst im Weißen Haus brachen die vielen prominenten Gäste während einer würdevollen Feierstunde in Lachen aus.
Der damalige US-Präsident Barack Obama hatte seinen Ehrengast anlässlich der Verleihung einer hohen Auszeichnung gefragt, welcher Klang ihm, dem einzigartigen Geiger, der liebste sei. Was er besonders gern höre? »Das Brutzeln frisch angebratener Zwiebeln in einer gusseisernen Pfanne«, antwortete der leidenschaftliche Hobbykoch Perlman.
Der Sound seiner Stradivari, die er von Yehudi Menuhin erwarb, brutzelnde Zwiebeln und Gelächter – das Klangbild eines glücklichen Menschen. Liegt dies nicht nur an seinem Talent und seinem (jüdischen) Humor, sondern auch an dem Namen, den seine Eltern für ihn ausgesucht hatten?
Im Alter von vier Jahren erkrankte er in Tel Aviv an Polio.
Für sie selbst gab es nur wenig zu lachen am Ende des Krieges. Der bitterarme Friseur Chaim Perlman und seine Frau Shoshana waren kurz vor dem Überfall der Deutschen aus Polen nach Tel Aviv emigriert. Sie fühlten sich fremd im Land, sprachen untereinander nur Jiddisch – und sie wussten, dass ihre Familien nie wiederkehren würden.
Ihren Sohn, am 31. August 1945 geboren, nannten sie dennoch Itzhak. Dass dieser Junge mit........
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