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Das neue Zuhause ist in Gefahr

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04.01.2026

Nüchtern ist der Titel, schlicht der Aufbau. In ihrem neuen Buch Israelis in Berlin nach dem 7. Oktober lässt die Autorin Andrea von Treuenfeld nach einer kurzen Einleitung 18 in der deutschen Hauptstadt lebende Israelis zu Wort kommen. Alle Kapitel folgen dabei einer einheitlichen Struktur: erst ein Foto der Person, dann die Nennung des Namens und Berufs sowie ein mit »Mein wichtigster Ort in Berlin« überschriebener Absatz und schließlich mehrere Seiten über sich selbst.

Von den schätzungsweise 20.000 Israelis in Berlin hat die Autorin Menschen ausgewählt, die zwischen 1970 und 1990 geboren wurden. Sie sind »rund um den Berlin-Hype« vor mehr als zehn Jahren in die »Hauptstadt der Nazis« gezogen. So können sie mit einem gewissen Abstand auf ihren deutschen Lebensabschnitt zurückblicken.

Ursprünglich wollte von Treuenfeld der Frage auf den Grund gehen, warum sie sich als Israelis ausgerechnet für Berlin entschieden haben und inwieweit ihre Sozialisation dabei eine Rolle spielen könnte. Dann kam der 7. Oktober 2023, und das Projekt........

© Juedische Allgemeine