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»Die Demokratie ist robust«

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03. Juli 2026 – 18. Tamus 5786

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»Die Demokratie ist robust«

Am 4. Juli werden die USA 250 Jahre alt. Ein Gespräch mit dem Chargé d’Affaires der amerikanischen Botschaft in Berlin, über Freiheit, Kritik und Hoffnung

Herr Meltzer, in wenigen Tagen feiern die Vereinigten Staaten ihr 250-jähriges Jubiläum. Was macht dieses Jubiläum zu einem besonderen?250 Jahre sind für jedes Land ein bedeutender Meilenstein. Dieses Jubiläum bietet uns die Gelegenheit, unsere Geschichte, unsere Errungenschaften und die weltweit älteste ununterbrochen bestehende Demokratie zu feiern. Dies ist auch eine Zeit, um über die Ideale unserer Gründerväter nachzudenken, die für die damalige Zeit revolutionär waren. Diese Ideale sind heute nicht überall verbreitet, auch wenn wir uns das wünschen würden. Aber mit unseren Verbündeten teilen wir diese Werte – Werte, die uns auch mit Deutschland eng verbinden. Von besonderer Bedeutung ist dabei sicherlich unser klares Bekenntnis zur Religionsfreiheit.

Abgesehen von der Religionsfreiheit: Welche Werte, auf denen die USA gegründet wurden, sind heute noch wichtig?Ich würde sagen, dass von allen Werten, die in unserer Verfassung verankert sind, die Meinungsfreiheit in gewisser Weise der wichtigste Wert ist. Sie ist die Mutter aller Freiheiten, denn jede andere Freiheit setzt voraus, dass Menschen ihre Meinung frei äußern können. Die Demokratie selbst – eine Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk – lebt von der freien Meinungsäußerung. Deshalb gehört sie zu unseren wichtigsten Grundwerten. Unsere Gründerväter glaubten an den freien Wettbewerb der Ideen. Thomas Jefferson brachte es so auf den Punkt: Der beste Weg, der Unwahrheit zu begegnen, ist nicht Zensur oder Unterdrückung von Meinungsäußerungen, sondern das bessere Argument. Wenn jeder seine Ideen frei äußern kann, setzen sich im freien Wettbewerb letztlich die besseren Ideen durch. Auch die Religionsfreiheit hat für die Amerikaner einen sehr hohen Stellenwert. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass sich unsere Botschaft mit großem Engagement gemeinsam mit der deutschen Bundesregierung gegen Antisemitismus einsetzt. Antisemitismus nimmt in den Vereinigten Staaten ebenso wie in Deutschland und weltweit zu. Deshalb arbeiten wir in diesem Bereich sehr eng und vertrauensvoll mit der Bundesregierung........

© Juedische Allgemeine