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David Cunio: „Als ich nicht sprechen konnte, habt ihr mir eine Stimme gegeben“

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21.02.2026

21. Februar 2026 – 4. Adar 5786

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David Cunio: »Als ich nicht sprechen konnte, habt ihr mir eine Stimme gegeben«

Die israelische Ex-Hamas-Geisel bedankte sich an einem ebenso denkwürdigen wie emotionalen Abend im Babylon-Kino bei Regisseur Tom Shoval für den Film »A Letter To David«

Fast kein Auge blieb trocken, als am Freitagnachmittag im Berliner Babylon-Kino A Letter To David – The Complete Version von Tom Shoval gezeigt wurde. Der filmische Brief des israelischen Regisseurs an David Cunio, der am 7. Oktober 2023 mit seiner Familie aus dem Kibbuz Nir Oz im Süden Israels von Hamas-Terroristen nach Gaza entführt und dort mehr als zwei Jahre als Geisel gefangen gehalten wurde, hat jetzt, vier Monate nach der Freilassung des Israelis am 13. Oktober 2025, ein neues Ende bekommen.

Es sind etwa sieben Minuten, in denen Shoval die Familie Cunio zeigt, wie sie mit der grauenvollen Zeit umgeht, in der nicht nur David, sondern auch dessen jüngerer Bruder Ariel in Gaza gefangen gehalten wurde. Ein Ende, bei dem längst noch nicht alles gut ist. Sowohl die beiden Ex-Geiseln als auch David Cunios Zwillingsbruder Eitan Cunio, der den Hamas-Überfall am 7. Oktober knapp überlebte, wirken schwer gezeichnet von ihren Erfahrungen.

Zigaretten und absurder Humor

Und doch sieht man vor allem an der letzten Szene – ohne Details zu verraten, denn auch der neuen Version des Film ist ein großes Kinopublikum zu wünschen –, wie die Zwillingsbrüder, die mehr als 24 Monate voneinander getrennt waren, an gemeinsame Erfahrungen anknüpfen - mithilfe, soviel sei gesagt, von Zigaretten, absurdem Humor und........

© Juedische Allgemeine