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Der seltsame Burgfrieden von Volkswagen – und warum er nicht lange halten wird

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16.03.2026

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ich weiß natürlich nicht, ob Wolfgang Porsche noch oft an seinen verstorbenen Cousin Ferdinand Piëch denkt. Aber wenn, dürften diese Gedanken Spurenelemente von Neid beinhalten. Denn zu Piëchs Zeiten war es so: Wenn der sich als Oberhaupt des größten Volkswagen-Aktionärs etwas wünschte, dann wurde dies erfüllt. Wenn sich das heutige Familienoberhaupt Wolfgang Porsche etwas wünscht, dann verläuft sich dieser Wunsch auch mal in den byzantinischen Wirren des Volkswagen-Konzerns.

Wie mein Kollege Lazar Backovic erfuhr, wollte Porsche Volkswagens Chefaufseher Hans-Dieter Pötsch mit Ablauf seiner aktuellen Amtszeit in diesem Jahr womöglich ersetzen. Dafür gäbe es gute Gründe: Pötsch wäre zu Beginn der nächsten Amtszeit 75, was nicht nur recht rüstig, sondern laut Statuten des Konzerns so eigentlich nicht vorgesehen ist. Unter seiner Ägide reiht sich ein glückloser Kurzzeit-CEO an den nächsten. Und unfassbar lang ist seine Erfolgsbilanz nun auch nicht.

Wie mein Kollege Lazar Backovic erfuhr, wollte Porsche Volkswagens Chefaufseher Hans-Dieter Pötsch mit Ablauf seiner aktuellen Amtszeit in diesem Jahr womöglich ersetzen. Dafür gäbe es gute Gründe: Pötsch wäre zu Beginn der nächsten Amtszeit 75, was nicht nur recht rüstig, sondern laut Statuten des Konzerns so eigentlich nicht vorgesehen ist. Unter seiner Ägide reiht sich ein glückloser Kurzzeit-CEO an den nächsten. Und unfassbar lang ist seine Erfolgsbilanz nun auch nicht.

Was wohl verhinderte, dass die Wechselstimmung der Porsches auf die anderen Wolfsburger Machtzentren übersprang: ihre Alternativvorschläge. Lazar hörte die Namen des österreichischen Automanagers Siegfried Wolf und von VWs Rechtsvorstand Manfred Döss.


© Handelsblatt