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Dem Energiepreisschock folgt der Inflationsschreck – und teurer Aktionismus

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30.03.2026

Preise: Folgt dem Energiepreisschock der Inflationsschreck?

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

es gibt Debatten, bei denen alle Ökonominnen und Ökonomen das Gleiche empfehlen – und die Politik das Gegenteil beschließt. Ich würde zu Beginn dieser Woche nicht zu große Teile meines Einkommens darauf verwetten, dass wir in der Benzinpreisdebatte genau das nicht erleben werden.

es gibt Debatten, bei denen alle Ökonominnen und Ökonomen das Gleiche empfehlen – und die Politik das Gegenteil beschließt. Ich würde zu Beginn dieser Woche nicht zu große Teile meines Einkommens darauf verwetten, dass wir in der Benzinpreisdebatte genau das nicht erleben werden.

Die Regierungsfraktionen wollen sich zwar bis zum 17. April Zeit lassen. Allerdings steigt der politische Druck, etwas gegen den Anstieg der Benzinpreise zu unternehmen. Und sei es einfach irgendetwas: Höhere Pendlerpauschale, niedrigere Kraftstoffbesteuerung, geringere KFZ-Steuer – geprüft wird in den Ministerien alles, was mit Autos zu tun hat.

Der Druck steigt auch deswegen, weil die Folgen des Irankriegs für die Kaufkraft der Deutschen wahrnehmbarer werden – wie die Veröffentlichung der März-Inflationszahlen heute Mittag zeigen wird.

Ähnlich in der Bredouille wie die Politik sind wegen dieser Zahlen Europas Notenbanker: Nur, dass die sich nicht zwischen ökonomischem Sachverstand und politischem Druck entscheiden müssen, sondern zwischen Inflation bekämpfen und Konjunktur abwürgen.


© Handelsblatt