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Wie Aktienkurse trotz neuer Trump-Zolldrohungen steigen können

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04.02.2026

Kaum ein Unternehmen in Südkorea hat den Regierungswechsel in den USA vor etwa einem Jahr wohl so stark gespürt wie Hyundai Motor. Zunächst drohte US-Präsident Donald Trump im April mit Einfuhrzöllen. Der Aktienkurs des Autobauers fiel, denn gemeinsam mit seiner Schwestermarke Kia verkauft er in den USA hinter General Motor, Ford und Toyota die meisten Autos und importiert fast zwei Drittel seiner Fahrzeuge dorthin.

Doch im Sommer 2025 einigten sich Südkorea und die USA auf einen Handelskompromiss – entscheidend für Hyundai. Der Hersteller geriet im September allerdings erneut unter Druck: Auf der Baustelle der neuen Fabrik im Bundesstaat Georgia nahmen Einwanderungsbehörden 475 Arbeiter fest. Hyundai musste sie betreuen und flog die meisten von ihnen nach Südkorea zurück.

Und nun, am 26. Januar, kündigte Trump an, er wolle auf die 15 Prozent Einfuhrzölle auf koreanische Produkte noch einmal zehn Prozentpunkte drauflegen, neben Pharma und Holz explizit auch auf Autos. Dem Präsidenten geht die Umsetzung des Zollkompromisses nicht schnell genug.

Die Reaktion am koreanischen Aktienmarkt? Äußerst gelassen. Zwar gab die Aktie von Hyundai Motor am Folgetag im frühen Handel nach. Doch das sahen viele........

© Handelsblatt