Die Wirtschaftsweisen verspielen ihre Reputation
Die deutsche Volkswirtschaft steckt in der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte. Fundierter ökonomischer Rat ist daher zweifelsohne gefragt. Doch der lange Zeit hochangesehene Sachverständigenrat ist dabei, sich selbst zu zerlegen.
Die medienwirksam ausgetragenen Konflikte und persönlichen Animositäten der Ratsmitglieder machen es der Politik leicht, das nicht mehr durchweg geschätzte Gremium zu marginalisieren: Entgegen den bisherigen Gepflogenheiten verlängerte die zuständige Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nach nur dreieinhalb Jahren nicht mehr den Vertrag mit der von ihrem Vorgänger Robert Habeck (Grüne) berufenen Berkeley-Professorin Ulrike Malmendier. Ihr folgt der Ökonom Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo). Gleichzeitig verlautete „aus Regierungskreisen“, dass auch Veronika Grimm – vermutlich als Kompensation für die SPD – das Gremium in spätestens einem Jahr verlassen wird.
Es ist unstrittig, dass Frau Malmendier eine international anerkannte Wissenschaftlerin ist. Ebenfalls zutreffend ist, dass sie bislang nicht mit Positionen aufgefallen ist, die sie einseitig dem einen oder anderen politischen Lager zurechnen ließen – was ihre Meinung interessant, aber eben auch wenig berechenbar macht.
Die deutsche Volkswirtschaft steckt in der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte. Fundierter ökonomischer Rat ist daher zweifelsohne gefragt. Doch der lange Zeit hochangesehene Sachverständigenrat ist dabei, sich selbst zu zerlegen.
Die medienwirksam ausgetragenen Konflikte und persönlichen Animositäten der Ratsmitglieder machen es der Politik leicht, das nicht mehr durchweg geschätzte Gremium zu marginalisieren: Entgegen den bisherigen Gepflogenheiten verlängerte die zuständige Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nach nur dreieinhalb Jahren nicht mehr den Vertrag mit der von ihrem Vorgänger Robert Habeck (Grüne) berufenen Berkeley-Professorin Ulrike Malmendier. Ihr folgt der Ökonom Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo). Gleichzeitig verlautete „aus Regierungskreisen“, dass auch Veronika Grimm – vermutlich als Kompensation für die SPD – das Gremium in spätestens einem Jahr verlassen wird.
Es ist unstrittig, dass Frau Malmendier eine international anerkannte Wissenschaftlerin ist. Ebenfalls zutreffend ist, dass sie bislang nicht mit Positionen aufgefallen ist, die sie einseitig dem einen oder anderen politischen Lager zurechnen ließen – was ihre Meinung interessant, aber eben auch wenig berechenbar macht.
