Fahrausbildung: Kontrolle statt Laissez-faire
Fahrausbildung: Kontrolle statt Laissez-faire
Stand: 11.02.2026, 17:33 Uhr
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Die Führerscheinreform von Minister Schnieder soll Kosten senken. Doch weniger Sonderfahrten könnten die Verkehrssicherheit gefährden. Der Kommentar.
In Deutschland ist der Führerschein zu teuer. Im Schnitt müssen Fahranfänger:innen mit 3400 Euro rechnen. Das ist für Jugendliche, die mit 18 Auto fahren wollen, viel Geld. Allein können die meisten das nicht bezahlen – viele Eltern fangen deshalb schon früh an, eine gewisse Summe für die spätere Ausbildung zur Seite zu legen.
Aber warum sind die Preise so hoch, zumal Länder wie Österreich oder die Niederlande deutlich billiger sind? Um das zu klären, hat Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die nun konkrete Reformvorschläge gemacht hat. Ist ja erst mal gut.
Nur: Spareffekte dürfen nicht zulasten der Verkehrssicherheit gehen. Zum Beispiel sollen künftig statt zwölf nur noch drei Sonderfahrten ausreichen: eine Überland-, eine Autobahn- und eine Dunkelfahrt. Das ist das europäische Mindestmaß. Aber ob es ausreicht, um sicher unterwegs zu sein, ist fraglich.
Schnieder will aber nicht nur Entlastungen, er will auch mehr Transparenz bei den Preisen. Denn oft können Interessierte gar nicht vergleichen, welche Fahrschule günstiger ist. Deshalb sollen die Anbieter ihre Preise vierteljährlich ans Ministerium melden. Vergleichsportale könnten die Daten dann aufbereiten. Das würde mehr Wettbewerb bringen – und dann wohl sinkende Preise.
Ein anderer Kostentreiber sind die hohen Durchfallquoten. Fast jeder zweite Prüfling schafft den theoretischen Test nicht, jeder dritte scheitert am praktischen Teil. Daher will Schnieder auch die Durchfallstatistik jeder Fahrschule online verfügbar machen. Das reicht aber nicht. Wichtig wären auch verpflichtende Lernstandskontrollen, damit Schüler:innen wirklich erst dann zur Prüfung gehen, wenn sie auch so weit sind.
