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Absurder Showkampf bei der Lufthansa

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22.04.2026

Krisenstimmung im Konzern : Absurder Showkampf bei der Lufthansa

Die Fluggesellschaft hat sich auf die Erzählung versteift, hochbezahlte Mitarbeiter seien der Kern schwacher Gewinnmargen. Die Gewerkschaftsforderungen hingegen sind völlig überzogen.

Doch die Misstöne zum Jubiläum haben auch Gründe. Zur Flotte zählen  immer noch alte Flugzeuge, die nicht nur Kerosinfresser, sondern auch Renditefresser sind. Passagiere mussten zu lange mit altem Gestühl vorliebnehmen, weil sich das komplexe Allegris-Sitze-Projekt verzögerte. Damit ließ sich Lufthansa Chancen auf Zusatzerlöse entgehen. Der Konzern versteifte sich aber auf eine Rahmenerzählung, nach der die – zweifelsohne hoch bezahlten – Mitarbeiter der Kern allen Margen­übels seien. Das hat Abwehrreflexe geweckt. Die vielen Tarifkonflikte haben dazu beigetragen, dass der Kurs der Lufthansa-Aktie nach Corona nie auf einen Höhenflug ging.

Zum Festakt in der verkorksten Jubiläumswoche wurde die Forderung nach einem schärferen Streikrecht beklatscht, da der Arbeitgeber – so die Erzählung – in den Arbeitskämpfen auf die Zuschauertribüne verwiesen sei. Doch danach nahm der offenkundig gar nicht so machtlose Arbeitgeber einer Mannschaft einfach den Ball weg und schickte die Tochtergesellschaft Cityline vorzeitig vom Feld.

Gekniffen sind die Passagiere

Wirklich auf der........

© Frankfurter Allgemeine