Weil es nicht reicht!
Schicksal der Übersetzer : Weil es nicht reicht!
Wer kann von 24.000 Euro im Jahr leben? Auf Instagram starten Übersetzer eine breitenwirksame Kampagne und weisen auf schockierende Details ihrer Existenz hin. Irland macht vor, wie es besser ginge.
In seinem 1932 erschienenen Essay über die „homerischen Übersetzungen“ schreibt der wundervolle Jorge Luis Borges: „Kein Problem ist so wesenseigen mit den Schriften und ihrem bescheidenen Mysterium verbunden wie dasjenige, welches eine Übersetzung aufwirft.“ Er, der selbst ein vorzüglicher Übersetzer war und schon in Jugendjahren damit begann, Texte von einer Sprache in die andere zu heben, sah in der Übersetzung eine Kunstgattung ganz eigenen Rechts. Ähnlich wie die kritische Beschäftigung mit einem Kunstwerk mitunter eigene künstlerische Züge tragen könnte, sei auch die Übersetzung eines Textes eine eigenständige literarische Schöpfung.
Das „bescheidene Mysterium“ beruht darin, dass kein Werk jemals auserzählt ist, sondern........
