Kim Jong-un gewinnt Status und Spielraum
Aus der Isolation : Kim Jong-un gewinnt Status und Spielraum
China und Russland ringen um Einfluss über Nordkorea. Kim nutzt das für Zugeständnisse – aber seine Position bleibt wackelig.
Manchmal ist vor allem das wichtig, was nicht gesagt wird. Nach dem Besuch Xi Jinpings in Pjöngjang Anfang Juni fehlte in den chinesischen Verlautbarungen jeder Verweis auf eine Denuklearisierung Nordkoreas. Dabei ist es durchaus so, dass die nukleare Aufrüstung des kleineren Nachbarn Peking Sorge bereitet, könnte sie doch zu nuklearen Bestrebungen in Japan und Südkorea führen und die ganze Region destabilisieren. Auf seiner vorherigen Reise nach Nordkorea 2019 hatte Xi das Thema noch angesprochen.
Aber inzwischen hat Nordkorea mit Russland einen großen Verbündeten neben China. Nicht nur in der Atomwaffenfrage stärkt Moskau Pjöngjang den Rücken – Kim Jong-uns nuklearen Kurs hatte es schon 2024 akzeptiert. Im Gegenzug für nordkoreanische Soldaten, Munition und Güter mit doppeltem Verwendungszweck, die im Krieg gegen die Ukraine zum Einsatz kommen, schickt Russland unter anderem technisches Wissen, Waffen und Lebensmittel an UN-Sanktionen vorbei in das abgeschottete Land. Nordkorea braucht sie, um sein Militär zu modernisieren und die Eliten des Regimes zu versorgen.
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Peking muss nun um........
