Ein Himmel voller Drogen
Frankfurter Netzskulptur : Ein Himmel voller Drogen
Ein buntes Netz soll die Frankfurter Konstablerwache befrieden. Vergeben wurde der Auftrag ohne Ausschreibung, das gleiche Netz hing schon in Dubai, Madrid und Wien. Der Künstler Tobias Rehberger nennt es reinsten Kitsch.
Die Konstablerwache im Herzen Frankfurts ist ein angsteinflößender Ort. Das sagt Ina Hartwig, die Kulturdezernentin, nicht ohne Grund. Ein Überwachungsmast mit Kameras in alle Richtungen thront über dem Geschehen. Beamte des Ersten Polizeireviers sind rund um die Uhr im Einsatz. Drogengeschäfte, Waffenhandel, Prostitution, Obdachlosigkeit: Hier bündelt sich das Elend fast wie im Bahnhofsviertel.
Nur zweimal in der Woche, wenn der Erzeugermarkt stattfindet, weicht das raue Bild einer bürgerlichen Idylle. Dann machen Kleinkriminelle den Familien und Senioren Platz. Als der Bauernmarkt vor vierzig Jahren gegründet wurde, war auch das sein Zweck: den Problemplatz in eine Oase zu verwandeln.
F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen
In Berlin erinnert ein dunkles Tarnnetz an den Krieg
Womöglich schwebte dem Wirtschaftsdezernat eine ähnliche Befriedung vor, als es im Rahmen von World Design Capital Frankfurt RheinMain hier jüngst ein Kunstwerk installierte. Natürlich kann Kunst keinen Drogenhandel vertreiben. Aber die Stadt verkauft „A Sky Full of Hope – Earthtime 1.78 Frankfurt“ der amerikanischen Künstlerin Janet........
