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Auf den Standort kommt es an

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02.01.2026

Dauerhaftes Wirtschaftswachstum wird Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit seinen Schuldenmilliarden in diesem Jahr nicht generieren. Dafür müsste er schon die Standortbedingungen grundlegend verbessern.

Je länger die wirtschaftliche Misere in Deutschland andauert und je weniger die schwarz-rote Koalition das Ruder herumreißt, um so mehr mehren sich in der öffentlichen Debatte die Versuche, gegen die schlechte Laune das Positive zu betonen. Der Neujahrstag, der Kommentatoren immer zur Zuversicht verleitet, trägt seinen Teil dazu bei. Die Stimmung sei schlechter als die Lage, heißt es dann schon mal oder auch, dass es den Deutschen doch eigentlich gar nicht so schlecht gehe.

Solche Versuche, die Wirtschaftspsychologie positiv zu beeinflussen, führen in die Irre. Die wirtschaftliche Lage ist ausgesprochen schlecht. Mehr als drei Jahre der Rezession und Stagnation gab es in Deutschland seit 1950 noch nie. Deutschland stürzt damit wirtschaftlich nicht ab, aber es fällt im Wachstumswettbewerb mit anderen großen Ländern immer mehr zurück und gewinnt weniger Wohlstand. Für die Zukunft einer alternden und schrumpfenden Gesellschaft ist das Land so immer schlechter aufgestellt, ebenso wie für die schwierige Zeit des geopolitisch zugespitzten Welthandels. Das wird sich in diesem Jahr besonders rächen.

Die größte........

© Frankfurter Allgemeine