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Auf den digitalen Euro verzichten

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30.05.2026

die EZb auf abwegen : Auf den digitalen Euro verzichten

Mit den Plänen für einen digitalen Euro begibt sich die Europäische Zentralbank auf Abwege. Sie missachtet das subsidiäre Prinzip des Vorrangs privater vor staatlichen Lösungen.

Eine gute Geldpolitik lebt vom guten Ruf. Trotzdem geht die Europäische Zentralbank mit dem Projekt des digitalen Euros ein gewaltiges Reputationsrisiko ein. Seit Jahren schon verwendet sie viel Zeit und Geld darauf, den digitalen Euro zu entwickeln und den Bürgern zu erklären. Viele Milliarden Euro wird die Einführung kosten – die EZB, die nationalen Notenbanken im Eurosystem und die privaten Geschäftsbanken, die als Kontaktstelle zum Bürger auftreten sollen. Geht das Projekt, für das die EU noch die Rechtsgrundlage legen muss, schief, wäre der gute Ruf der EZB ganz schön lädiert.

Das Risiko ist groß. Nicht wenige seriöse Ökonomen und (ehemalige) Notenbanker sprechen von einer Lösung ohne Problem oder einer Totgeburt. Die Bedingungen des digitalen Euros sind so gesetzt, dass die Nutzung des zugehörigen digitalen Portemonnaies für die Euro-Europäer wenig attraktiv ist. Andere Länder wie Schweden oder die Vereinigten Staaten haben Pläne für ein digitales Zentralbankgeld schon aufgegeben.

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