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Die Lehren aus Aleph Alpha

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23.01.2026

Das deutsche Start-up wollte mal eine europäische Alternative zum ChatGPT-Entwickler Open AI entwickeln. Daraus wurde nichts. Aber nicht die Ambition war falsch, sondern der Ansatz.

Jetzt ist auch noch das Aushängeschild der deutschen Bemühungen um die Künstliche Intelligenz (KI) weg: Mitgründer Jonas Andrulis verlässt das KI-Start-up Aleph Alpha, das einmal mit dem Versprechen einer europäischen Alternative zu den KI-Modellen des ChatGPT-Entwicklers Open AI angetreten war. Daraus ist nichts geworden, auf Dauer hat Aleph Alpha nicht mit dem rasanten Entwicklungstempo in Kalifornien mithalten können. Längst hat sich das Start-up darauf fokussiert, eine Art Betriebssystem für alle möglichen KI-Modelle und branchen­spezifische Anwendungen zu entwickeln.

In vielen deutschen Chefetagen haben sich auch deshalb folgende Meinungen durchgesetzt: Erstens: Europa hat das Rennen um die Grundlagen-KI längst verloren. Zweitens: Die europäische Wirtschaft solle sich stattdessen lieber auf KI-Anwendungen in der Industrie und das Entwickeln neuer Produkte und Geschäftsmodelle auf Basis der amerikanischen KI fokussieren.

An Punkt zwei ist wenig auszusetzen. Tatsächlich bietet die Kombination aus den Datenschätzen deutscher Konzerne und Mittelständler, ihrem detaillierten Branchenwissen und der KI von Google, Open AI und Co.........

© Frankfurter Allgemeine