Kulturkampf ist keine Lösung
Lehren aus Ungarn : Kulturkampf ist keine Lösung
Péter Magyar hat gewonnen, indem er sich gar nicht erst auf Orbáns Kulturkampf eingelassen hat. Daraus lässt sich auch etwas für Deutschland lernen.
Noch wenige Tage vor seiner Wahlniederlage triumphierte Viktor Orbán: „Von hier wird die Rückeroberung Europas beginnen, mit neuen patriotischen Regierungen wie in Washington!“ Und auch der extra aus Amerika eingeflogene Wahlkampfhelfer J. D. Vance beschwor die strahlende Zukunft der „illiberalen Demokratie“: Ungarn als Wiege des regierenden Rechtspopulismus und erfolgreiches Exportmodell für den Rest der Welt.
Hier fand die MAGA-Bewegung das Drehbuch für ihr „Project 2025“, hier konnte sie studieren, wie man Mehrheiten holt, Institutionen aushöhlt, den Rechtsstaat schleift.
Doch damit ist es jetzt vorbei. Eine von Putin und Trump unterstützte, mit allen kriminellen und manipulativen Mitteln arbeitende Regierung ist abgewählt worden – mit einer Zweidrittelmehrheit.
Die Cancel Culture inzwischen von rechts, mit größerer Wucht und staatlicher Macht
Es wäre zu früh, jetzt stattdessen die Rückeroberung der Demokratie in Europa auszurufen, aber in Ungarn zeigt sich, was schon Abraham Lincoln als Zitat zugeschrieben wurde: „Man kann einige Menschen die ganze Zeit und alle Menschen eine Zeit........
