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Der amerikanische Traum ist jetzt ein Gegenkonzert

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08.06.2026

„Music America 250“ : Der amerikanische Traum ist jetzt ein Gegenkonzert

Der letzte Amerikaner: Auf Initiative Bruce Springsteens formiert sich ein Gegenprogramm zu Trumps offiziellen Konzertplänen zur 250-Jahr-Feier.

Dass ausgerechnet die offiziellen Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit ohne die angemessene Musik stattfinden würden, hätte man sich bis vor wenigen Jahren nicht träumen lassen, aber nun sieht es so aus: Denn der Rest vom Fest, das unter Donald Trumps Kuratel demnächst auf der Washingtoner Mall, also an der repräsentativsten Stelle der Vereinigten Staaten stattfinden soll, ist ziemlich kläglich.

Erst hatten, mit Verlaub, für die „Freedom 250 Concerts“ schon nur eher unbekannte oder etwas abgehalfterte Musiker zugesagt, dann von diesen auch noch immer mehr abgesagt, darunter auch kurioserweise „die überlebende Hälfte von Milli Vanilli“, also der Sänger Fab Morvan, der bekanntlich nicht so viel gesungen hat, sondern sich zum Playback bewegte, wie vor Jahrzehnten ans Licht kam. Das machte das von Trump als „greatest rally ever“ angekündigte Event zum Gespött der Satiremagazine – wobei hier ja eigentlich mal wieder, mit Philip Roth gesprochen, die Wirklichkeit alle Satire übertrifft.

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„The Greatest Music Ever Played“?

Und dann setzte Donald Trump sogar noch einen drauf, in dem er nach diversen Absagen eingeschnappt mitteilte, nun würden die Konzerte auf der Mall ganz ausfallen. Er selbst ziehe ja ohnehin mehr Publikum an als Elvis zu seinen erfolgreichsten Zeiten und werde die Party dann eben allein schmeißen. Die vorher gebuchten Musiker schmähte Trump plötzlich als talentlos und überbezahlt: „We’ve told them all to stay home. All we want is you, me, a few speakers, and the Greatest Music ever played, the same Music you have listened to for years!“ Aber, fragte man sich, was sollte das denn jetzt noch für Musik sein, die alle Amerikaner angeblich seit Jahren hören?

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