Große Worte, kleine Listen
EU-Wirtschaftsgipfel : Große Worte, kleine Listen
Mit kleinteiligen To-do-Listen wird die EU nicht im Wettbewerb mit USA und China bestehen. Dafür braucht es nur zwei Dinge. Die aber müssen die EU und die Staaten mit Wucht angehen.
Ist das der Wendepunkt? Haben die Staats- und Regierungschefs der EU den Ernst der Lage erkannt? Wird ihr Treffen im belgischen Wasserschloss Alden Biesen als der Moment in die EU-Geschichte eingehen, an dem die Gemeinschaft der 27 ihre Wettbewerbsfähigkeit gerettet hat? Manchmal machen die informellen Treffen irgendwo in der Provinz den Unterschied. Dort können die Chefs frei sprechen, ohne sofort Beschlüsse liefern zu müssen.
Glaubt man EU-Ratspräsident António Costa und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat das jüngste Treffen die hohen Erwartungen erfüllt. Costa sprach von einem „Gamechanger“ und einem „Maastricht-Moment“. Damit nahm er Bezug auf den 1992 geschlossenen Vertrag von Maastricht, der den Europäischen Binnenmarkt begründete. Auf dem Binnenmarkt ruht ein großer Teil des heutigen Wohlstands der EU. An diesen großen Worten müssen sich die Chefs nun messen lassen. Sie könnten ihnen auf die Füße fallen.
Bringt das „Gefühl besonderer Dringlichkeit“ endlich Tempo?
An Ambitionen hat es der EU noch nie gefehlt. Im Jahr 2000........
