Bei den Qualitätsansprüchen darf Prien nicht nachgeben
Sprachförderung : Bei den Qualitätsansprüchen darf Prien nicht nachgeben
Bildungsministerin Karin Prien will verbindliche Sprachtests in Kitas gesetzlich verankern. Die Kritik daran geht fehl.
Schüler können immer schlechter lesen, schreiben, zuhören, rechnen, denken und kombinieren. Neuntklässler sind heute sprachlich und mathematisch auf dem Niveau der Klassenstufen sieben und acht des Jahres 2012. Die Leistungen werden nicht besser, sondern schlechter und das konstant.
Für diesen ernüchternden Befund gibt es viele Gründe: mehr Familien, die zu Hause kein Deutsch sprechen, viele, auch deutsche Eltern, die ihren Kindern selten oder nie vorlesen, ihre Kinder in anregungsarmen Umgebungen großziehen und zulassen, dass schon in frühen Jahren zu viele digitale Medien über Stunden genutzt werden.
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Bei den nur bedingt vergleichbaren Eingangsuntersuchungen der Schulen zeigt sich ein erschreckend hoher Anteil von Kindern, die nicht schulreif sind. Entwicklungsverzögerungen, Defizite in der Sprache, in der kognitiven Entwicklung sowie mathematischen Vorläuferfähigkeiten treten gehäuft auf. Das gilt besonders für Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Hessen. Die Unterschiede entstehen in der frühesten Kindheit, und sie bleiben über die Schulzeit stabil. Die Grundschulen schaffen es nicht, sie auszugleichen.
Verankerung frühkindlicher Bildung im Sozialgesetzbuch
Als entscheidende Stellschraube für eine spürbare Verbesserung der sprachlichen Voraussetzungen hat sich die frühkindliche Bildung........
