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Die Mär vom Märtyrer

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10.07.2026

Irankrieg : Die Mär vom Märtyrer

Irans Generäle fühlen sich als Sieger des Krieges. Doch auch die Anhänger des Regimes werden irgendwann fragen, warum sie ärmer sind als davor.

Die Vereinigten Staaten und Israel haben den iranischen Führer Ali Khamenei am ersten Kriegstag im Februar in der Hoffnung getötet, dass mit ihm das ganze System der Islamischen Republik zusammenbrechen könnte. Diese Erwartung hat sich nicht erfüllt. Stattdessen konnte die neue Führung Khameneis gewaltsamen Tod nutzen, um ihre eingestaubte islamistische Märtyrerideologie mit neuem Leben zu füllen.

Sechs Tage lang hat die Führung die Trauerfeiern als Bühne genutzt, um ihr gestärktes Selbstbewusstsein zur Schau zu stellen. Zwar sollte man sich von den wirkmächtigen Bildern der orchestrierten Massenaufläufe nicht täuschen lassen. Eine klare Mehrheit der Iraner lehnt das repressive Regime nach wie vor ab. Sie haben nicht vergessen, dass im Januar Tausende Demonstranten kaltblütig erschossen wurden.

F.A.Z.-Artikel........

© Frankfurter Allgemeine