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Die Kunst der Prozessführung

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thursday

Theo Zwanziger ist nicht Wolfgang Niersbach: Im „Sommermärchen“-Prozess spielt die Vorsitzende Richterin ihr psychologisches Geschick aus. Das könnte die Einstellung des Verfahrens retten.

Vor Gericht und auf hoher See sei man in Gottes Hand, verrät eine der überstrapaziertesten Weisheiten im an solchen außerordentlich gesegneten Kosmos der Juristen. Inhaltlich kann man das so sehen, aber selbstverständlich auch ganz anders. Psychologisches Geschick ist mindestens ebenso entscheidend, jedenfalls im Gerichtssaal. Vor allem, wenn es so ausgespielt wird, wie es Eva-Marie Distler am Donnerstag gemacht hat.

Die Vorsitzende Richterin im sogenannten „Sommermärchen“-Prozess vor dem Frankfurter Landgericht rettete den von ihrer Kammer vor zehn Tagen formulierten Vorschlag einer Einstellung des Verfahrens gegen den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger gegen Zahlung einer Geldauflage mit einem kurzen, aber wirkungsvollen Vortrag,........

© Frankfurter Allgemeine