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Sollte der deutsche Fußball über einen WM-Boykott nachdenken?

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25.01.2026

Die Fußballwelt als Staffage: An Donald Trumps Politik wird auch die Weltmeisterschaft nichts ändern. Die Positionierung des DFB scheint klar.

Achtung, zukünftige Weltmeister des Fußballs. Halten Sie den Pokal nach der feierlichen Übergabe am 19. Juli im Metlife-Stadion von New Jersey gut fest! Donald Trump, das erklärte der Präsident des Weltfußballverbands (FIFA), Gianni Infantino, unmissverständlich, soll ihn zum Ende des WM-Turniers in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko überreichen: 18 Karat Gold mit Malachitstreifen am Sockel, 6,175 Kilogramm schwer; die Gelegenheit ist günstig und die Vorerfahrung gut. Als Trump im Sommer 2025 entschied, die Klub-WM-Trophäe in seinen Besitz zu nehmen, kündigte die FIFA an, eine Kopie herstellen zu lassen.

Trumps Probleme mit Mein und Dein führten nicht zu einer öffentlich ausgetragenen Verstimmung mit der FIFA. Im Gegenteil. Im Dezember überreichte ihm Infantino servil den flugs erfundenen Friedenspreis seines Verbands.

Inzwischen greift Trump sich anderer Leute Präsidenten, beansprucht die größte Insel der Welt friedlicher Nachbarn, schickt schießwütige Schergen durch sein Land, beschimpft, droht, spaltet, erpresst, wann es ihm passt, und lässt bei Gelegenheit etwa den Deutschen empfehlen, eine in Teilen rechtsradikale Partei zu wählen.

Der nächste Preis des Sports dafür? Die Teilnahme an der mit 48 Teams größten WM der Geschichte.........

© Frankfurter Allgemeine