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Die Doppelmoral der Infantino-Kritiker

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02.08.2026

Zukunft der FIFA : Die Doppelmoral der Infantino-Kritiker

Nach dem Ende des Investoren-Deals will die UEFA auch FIFA-Präsident Gianni Infantino stürzen. Doch Fußball-Europa sollte sich seiner Sache noch nicht allzu sicher sein.

Das alte Europa hat noch was zu sagen. So muss man die Attacke der Europäischen Fußball-Union (UEFA) gegen Gianni Infantino deuten. Ohne die Initiative der UEFA, die sehr konkrete Boykottdrohung, wäre es nicht zu einer halbwegs weltweiten Auflehnung gegen die Pläne des Schweizers an der Spitze des Weltfußball-Verbandes FIFA gekommen. Kleinmütig zog er sein Investoren-Modell zurück. Sein Fußball-Verkaufsprogramm ist gestoppt. Der Mann, der noch vor wenigen Tagen unantastbar schien, ist schwer getroffen.

Der UEFA reicht das nicht. Sie will den 56 Jahre alten Schweizer stürzen. Ihre Erklärung vom Samstag lässt keine andere Interpretation zu, auch wenn Infantino nicht namentlich genannt wird. „Das darf nicht das Ende der Geschichte sein“, schreibt sie, fordert nach dem Versuch eines „schäbigen“ Deals zum „zweifelhaften Nutzen“ des Fußballs Transparenz, will die „Verantwortlichen zur Rechenschaft“ ziehen. Das alles zielt auf die Abschaffung des Systems........

© Frankfurter Allgemeine