Buhlen um Millionen
Altenburgs Kulturzukunft : Buhlen um Millionen
Auf dem Jahresempfang der Altenburger Museen wird gefeiert, aber auch geworben: um weitere Mittel für die Umsetzung eines Masterplans, der die grandiosen Schätze in der thüringischen Stadt neu zur Geltung bringen soll.
Natürlich ist im prächtigen Festsaal des Residenzschlosses nicht alles Gold, was glänzt. Dafür hatte man 1868 nicht genug Geld im Zwergstaat Sachsen-Altenburg, als die beste Stube der Hauptstadt nach einem Großbrand im historistischen Stil (und somit goldselig) wiederaufgebaut wurde. Aber genug Geld für einen direkt danach begonnenen Prestigebau hatte man: Am Fuß des Schlossbergs wurde bis 1876 das Lindenau-Museum errichtet, dessen frühitalienische Gemäldesammlung Altenburg einen weltweiten Ruf als Kunstmetropole einbrachte – die zwar mit nun noch etwas mehr als 30.000 Einwohnern seit der Wende fast um die Hälfte geschrumpft ist, aber ihr Ruf bröckelte nicht.
Wohl aber die Substanz. Deshalb wurde das Lindenau-Museum gemäß einem Masterplan, den der seit 2016 amtierende Direktor........
