Wer auch immer ORF-Chef wird: Eine(r) allein kann‘s nicht richten
Deutlicher als Ingrid Thurnher kann man es nicht sagen: Es wäre reizvoll gewesen, ihre Karriere als Generaldirektorin abzuschließen, hatte sie Ende Mai gemeint. Aber sie wolle im ORF mit einigen Altlasten aufräumen, und sich nicht zu bewerben, mache den Weg dafür frei: „Ich muss nicht taktieren, ich muss nicht tun, was opportun ist.“ Und so saß Thurnher am Montagabend erste Reihe fußfrei im Publikum bei einer eigentümlichen Veranstaltung.
Sieben Bewerberinnen und Bewerber für den Chefsessel erklärten auf ORF III, warum gerade sie die beste Wahl wären, warum der ORF großartig ist und wie er noch besser werden kann. Das Schauspiel kann man irgendwo zwischen Casting-Show und Elefantenrunde einordnen. Die Kandidaten zeigten großes Interesse an Skirennen und „Dancing Stars“, lobten die neun Landesstudios und taten einander nicht weh.
Natürlich: Sie müssen taktieren, sie müssen tun, „was opportun ist“, in den Worten........
