Es geht anscheinend ja doch, beim Staat zu sparen
In der Wiedner Hauptstraße in Wien scheint man den Schuss doch gehört zu haben. So ist zumindest das Sparpaket zu bewerten, das die Bundeszentrale der Wirtschaftskammer am Dienstag verlautbarte. Jeder vierte Mitarbeiter muss das Haus demnach verlassen. Man wolle sich künftig auf jene Aufgaben konzentrieren, die „unmittelbar zum Nutzen der Mitgliedsbetriebe beitragen“. Die Bundes-WKO gibt damit die Richtung vor, die notwendig ist, um die angekündigte Entlastung von 100 Millionen Euro Kammerumlage jährlich ab 2030 – rund zehn Prozent der gesamten Einnahmen – zu schaffen.
WKO-Präsidentin Martha Schultz erhöht mit dieser Vorgabe auch den Druck auf die Landeskammern. Denn nur wenn diese ebenfalls Einsparungen vornehmen, kann das Gesamtvolumen geschafft werden. Möglichkeiten dafür dürfte es genug geben. In Summe hat der gesamte Apparat der Wirtschaftskammer nämlich rund 5500 Mitarbeiter – deutlich mehr als die meisten der........
