Ein Iran-Krieg kann für Trump zum Verhängnis werden
Donald Trump hat den Finger am Abzug. Der US-Präsident hat zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten entsandt und rund um den Iran die größte Luftstreitmacht seit dem Irak-Krieg auffahren lassen. Doch es bleibt unklar, was er eigentlich will. Das kann Bestandteil einer raffinierten Verwirrungstaktik sein. Es drängt sich jedoch zunehmend der Verdacht auf, dass Trump selbst noch etwas verwirrt ist und sich nicht entschieden hat, wie weit er im Iran gehen soll.
Das wäre eine teure Drohkulisse
Bevor die USA losschlagen, sollten sie präzise definieren, was sie mit einer etwaigen Militäraktion bezwecken und ob diese Ziele überhaupt erreichbar sind. Möglicherweise hat Trump auch nur eine Drohkulisse aufgebaut, um die Iraner zu zwingen, ihr Atom- und Raketenprogramm aufzugeben. Zuletzt liefen darüber Verhandlungen in Genf. Doch das wäre eine sehr teure Drohkulisse, und es ist unwahrscheinlich, dass es zu einer schnellen Einigung kommen kann.
Einer kapitulationsähnlichen Vereinbarung wird Revolutionsführer Ali Khamenei mit seinen 86 Jahren vermutlich nicht mehr zustimmen. Da verabschiedet er sich lieber als „Märtyrer“.
Barack Obama als Messlatte
In den Atomverhandlungen kann Trump jedoch kaum Abstriche machen. Er muss ein besseres Ergebnis heimbringen als Barack Obamas........
