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Meisterwerk der Technik und Lebensretter: Nicht alles an der Digitalsierung ist schlecht

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02.03.2026

Meisterwerk der Technik und Lebensretter: Nicht alles an der Digitalsierung ist schlecht

Meisterwerk der Technik und Lebensretter: Nicht alles an der Digitalsierung ist schlecht

Die Digitalisierung bestimmt unseren Alltag. In den meisten Situationen geht es nicht mehr ohne sie. Es ist nicht alles schlecht an ihr - und in manchmal einem Fall rettet sie Leben. Das ist wunderbar und sollte viele animieren, der Digitalisierung offen gegenüberzustehen, kommentiert Sebastian Schwake.

Uchte. Die Digitalisierung erleichtert vielen den Alltag. Ohne Frage. Nicht alle aber freuen sich über sie. Denn sie schafft in der Wirtschaft hier und da auch Jobs ab. Vor allem dort, wo Prozesse digitalisiert und automatisiert werden, werden Menschen schnell ersetzlich. Die Digitalisierung ist Fluch und Segen zugleich. Letzterer aber wahrscheinlich noch mehr, weil heutzutage einfach kaum noch etwas ohne sie geht. Für eine junge Familie ist die Digitalisierung ein großer Segen gewesen – und womöglich auch ihr Lebensretter.

Die dreiköpfige Familie war am 19. Oktober bei Uchte mit dem Auto von der B61 abgekommen und zehn Meter in die Tiefe gestürzt. Vom Unfall hatte kein anderer Verkehrsteilnehmer etwas mitbekommen. Zwar hatten Autofahrer die Feuerwehr alarmiert. Aber nicht, weil sie den Unfall, sondern Öl auf der Fahrbahn gesehen hatten.

Uhr informiert Leitstelle

Aber: Eine kleine Uhr am Handgelenk der durch den Unfall schwer verletzten Mutter hatte den Sturz registriert – und sofort die Rettungsleitstelle in Schaumburg über diesen aus ungewöhnlicher Höhe informiert. Gleich mitgeschickt hat das Wunderwerk der Digitalisierung die Koordinaten, wo sich der Sturz ereignet hat.

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So hat die Rettungsleitstelle den Rettungsdienst zwar nicht gleich zum Unfallort, aber zumindest in die richtige Richtung schicken können. Damit wurde wertvolle Zeit gespart. Und noch mehr Technik hat dann dafür gesorgt, dass die Familie schnell gefunden worden ist. Denn die Uhr hat mit der Freisprecheinrichtung kommuniziert – und so hat der Vater letztlich Kontakt mit dem Leitstellenmitarbeiter aufnehmen und ihn über das Unfallgeschehen sowie den Unfallort aufklären konnte.

Helfer retten Familie

So konnte der Mitarbeiter den Rettungsdienst zur Unglücksstelle beordern. Die schwer verletzte, dreiköpfige Familie konnte so von den Einsatzkräften gefunden und gerettet. Alle drei haben den schweren Unfall nach Polizeiangaben überlebt – auch oder vor allem höchstwahrscheinlich wegen der Digitalisierung und eines großen Helfers: einer kleinen Armbanduhr, die voller Technik steht.


© Die Harke