Jobmesse in Nienburg: Das Potenzial der Zugezogenen und Geflüchteten nutzen
Jobmesse in Nienburg: Zugezogene und Geflüchtete sind ein wichtige Zielgruppe
Jobmesse in Nienburg: Das Potenzial der Zugezogenen und Geflüchteten nutzen
Die Jobmesse im Nienburger Rathaus richtete sich nicht nur an Schülerinnen und Schüler, sondern an alle Menschen, die einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz suchen. Ein besonderes Augenmerk galt Zugezogenen und Geflüchteten. Das ist wichtig. Denn dieser Personengruppe kommt künftig eine besondere Bedeutung auf dem Arbeitsmarkt zu.
Nienburg. Was soll ich später einmal beruflich machen? Die Frage stellen sich alle Schülerinnen und Schüler nicht nur einmal in ihrem Leben. Häufig finden sie die Antwort darauf im Familien- und Freundeskreis oder in der Schule. Doch oft lautet die Antwort auf die Frage schlicht: Keine Ahnung! Deshalb ist es so wichtig, dass Jobmessen veranstaltet werden.
Motto passend gewählt
Das Motto der Veranstaltung im Nienburger Rathaus hätte nicht besser gewählt werden können: „Menschen in Ausbildung und Arbeit bringen.“ Denn es geht eben nicht nur darum, junge Menschen am Ende ihrer Schulzeit abzuholen, sondern um alle, die keinen Job haben oder mit ihrer derzeitigen beruflichen Situation unzufrieden sind.
KostenpflichtigNienburg: Bäckerin, Modedesignerin, Zahnärztin und Lastwagenfahrer suchen Arbeit
Arbeitsagentur: Ukraine-Flüchtlinge entlasten Arbeitsmarkt massiv
KostenpflichtigJugendliche der Oberschule Marklohe lernen jeweils sechs Ausbildungsberufe kennen
KostenpflichtigArbeitgeber müssen Hürden so niedrig wie möglich halten
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen die Besucherzahlen: Nach Mitteilung der Veranstalter, Arbeitsagentur, der Wirtschaftsförderung und Stadt Nienburg als Gastgeber, nutzten rund 800 Menschen die Gelegenheit, sich bei heimischen Unternehmen zu informieren oder Informationen über Weiterbildung und Qualifizierung zu bekommen.
Dabei stand auch eine Personengruppe im Fokus, der bei unserer künftigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung eine große Bedeutung zukommen wird: Zugezogene und Geflüchtete. Deshalb hatten die Veranstalter dafür gesorgt, dass Übersetzer vor Ort waren, um diejenigen zu unterstützen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
Das ist ein sehr guter und praxisorientierter Ansatz: Die Menschen in ihrer Muttersprache ansprechen und ihnen aufzeigen, welche Möglichkeiten sie haben, in Deutschland einen Beruf zu ergreifen oder eine Ausbildung zu beginnen. Auch wenn die Kenntnis der deutschen Sprache Grundvoraussetzung für eine Integration ist: Wer nicht weiß, welche Qualifikationen nötig und möglich sind, um hier beruflich Fuß zu fassen, ist für den Arbeitsmarkt verloren. Das wäre fatal: Denn angesichts des immer größer werdenden Fachkräftemangels muss um jede einzelne zusätzliche Arbeitskraft gekämpft werden.
