Die Spritpreisbremse ist inszeniertes Theater, mehr nicht
Die Fahrt zur Tankstelle wird für immer mehr Menschen zur Qual. So teuer wie jetzt waren Benzin und Diesel in Österreich schon lange nicht. Die Regierung verspricht Entlastung mit einer Benzinpreisbremse.
Wenn die Preise steigen, steigt der politische Druck. Und wenn der Druck steigt, folgt in Österreich verlässlich eine Maßnahme, die schnell wirkt – zumindest auf dem Papier. Die Regierung hat es diesmal "Spritpreisbremse" genannt und verspricht, die Treibstoffpreise um zehn Cent je Liter zu senken. Angesichts des Krieges, explodierender Rohölpreise und wachsender Verunsicherung klingt das nach entschlossenem Handeln. Tatsächlich ist es vor allem ein Signal: Seht her, wir tun etwas.
