Boykott oder nicht? : Eine WM-Teilnahme bedeutet zwangsläufig, auf Trumps Bühne mitzuspielen
Es ist der vertraute Aufschrei: Die WM muss boykottiert werden. So war es in Russland, so war es in Katar und so ist es nun auch mit Blick auf das Turnier in den USA im Sommer. Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen ist diese Forderung nur konsequent: Wer die Menschenrechtsverletzungen in Russland 2018 und Katar 2022 kritisierte, darf auch zu den derzeitigen Entwicklungen in den USA nicht schweigen.
Ein Präsident, der massenhaft Migrantinnen und Migranten abschieben lässt, staatliche Gewalt gegen Demonstrierende billigt und nebenbei Gebietsansprüche auf Grönland erhebt, steht nicht für die Werte des Fußballs.
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Und doch zeigt die Erfahrung, dass die Boykott-Forderungen wohl ins Leere laufen werden. Prominente Stimmen aus dem DFB haben bereits deutlich gemacht, dass ein Boykott für sie nicht in Frage kommt. Kapitän Joshua Kimmich betonte, er nehme an „einer politischen Diskussion“ nicht teil. Der „Bild“ zufolge ist auch DFB-Chef Bernd Neuendorf „not amused“ über die Forderung.
Ein Szenario, in dem der DFB seine Teilnahme zurückzieht, wirkt derzeit........
