China-Reise des Bundeskanzlers: Nun muss Merz zeigen, dass er die Sprache der Machtpolitik beherrscht
Ein Blick ins chinesische Horoskop könnte für Bundeskanzler Friedrich Merz vor seiner Reise nach Peking aufschlussreich sein. Schließlich hat das Reich der Mitte vor wenigen Tagen sein traditionelles Neujahrfest begangen und ist seitdem im Jahr des Feuerpferdes. Eine Konstellation, die nur alle 60 Jahre vorkommt – und für Energie und radikale Veränderungen steht.
Auch der Antrittsbesuch des Bundeskanzlers bei Chinas Präsident Xi Jinping steht im Zeichen eines globalen Umbruchs. Man stehe am Beginn eines neuen Zeitalters der Großmächte, hat Merz bei seinen Reden in Davos und auf der Münchner Sicherheitskonferenz festgestellt und damit China, die USA und Russland gemeint. Diese Großmächte würden sich nicht mehr an die internationalen Regeln halten. Die Freiheit sei nicht mehr gegeben, hat der Kanzler düster beobachtet und die Europäer dazu aufgerufen, darauf zu reagieren.
Globaler Umbruch und drei Großmächte
Soweit die Theorie, doch mit seiner zweitägigen Reise nach China – neben Peking steht die südchinesische Metropole Hangzhou auf dem Programm – beginnt für Merz nun die Praxis. Der Kanzler muss zeigen, dass er die „Sprache der Machtpolitik“ beherrscht, die........
