Spiegelglatte Gehwege in Berlin : Und wenn die Fußgänger einfach auf die Straße ausweichen dürften?
Da glitschen sie und rutschen sie und rudern mit den Armen: die Pinguinstyle-Fußgängerinnen und Fußgänger auf Berlins Gehwegen. Glücklich und unbeschwert nur dann, wenn sie mal eine Straße queren dürfen oder müssen, weil es sich dort auf dem Autoasphaltweg geht wie eigentlich üblich – mit festem Schritt und Tritt.
Seit Regen, Schnee und Minusgrade viele Gehwege im Griff haben und es gefühlt jeden neuen Morgen noch ein bisschen glatter ist als am Morgen zuvor, ist jeder Weg zum Risiko geworden, das wohl überlegt sein will. Jeder Fußweg wohlgemerkt.
„Ich muss doch zum Arzt“, ruft da die ältere Dame verzweifelt, während sie auf ihren Gummisohlen über eine spiegelglatte Hofeinfahrt Richtung Fahrbahn rutscht und kurz vor deren Erreichen zum Stehen kommt.
Zitternd schaut sie sich um und entdeckt mich. Sie habe vor jedem Weg Angst, erzählt sie mir – und ich kann ihr nur beipflichten. Geht mir ähnlich. Ich glitsche zu ihr hin und dann stehen wir da auf blankem Eis. Wie jetzt weiter?
Ich könnte ihr den Arm reichen, aber womöglich rutsche ich vor ihr aus und reiße sie mit mir. Dann wäre auch nichts gewonnen. Auf allen Vieren kriechen? Also bitte, doch nicht mit über 80!
Dann fällt es uns beiden gleichzeitig auf: Während wir nicht wissen, wie wir uns senkrecht halten sollen,........
