AfD-Bürgerdialog in Charlottenburg: Gibt es Rassismus gegen Weiße?
„Sind Sie schon mal als Weißer diskriminiert worden?“. Diese Frage stellt der linke Influencer Marcant vor dem Rathaus Charlottenburg den Besuchern einer AfD-Veranstaltung und filmt ihre Reaktionen. Die Fraktion Charlottenburg-Wilmersdorf hatte Ende März unter dem Titel „Warum spricht niemand über Rassismus gegen Weiße?“ zum Bürgerdialog eingeladen. Unter den Rednern: der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich.
Weitere Sprecher und Gastgeber des Abends waren der Bezirksverordnete und Vorsitzende von Generation Deutschland, Martin Kohler, sowie der kulturpolitische Sprecher Michael Seyfert. Moderiert wurde der Abend von Gregor Kadow, Sprecher für Remigration und Integration. Der Saal war voll. Nach Angaben der Organisatoren gab es mehr Anmeldungen als Plätze.
Skandale und ein Parteiausschlussverfahren
Möglicherweise lässt sich der Andrang dadurch erklären, dass Matthias Helferich nicht irgendein Bundestagsabgeordneter ist, sondern bekannt für Kontroversen, wegen denen er zeitweise selbst in der AfD isoliert war. Interne Chatnachrichten, in denen er sich unter anderem als „freundliches Gesicht des Nationalsozialismus“ bezeichnete und NS-Bezüge herstellte, sorgten bundesweit für Kritik.
Die AfD-Bundestagsfraktion nahm ihn nach der Wahl 2021 zunächst nicht auf, er blieb über Jahre fraktionslos. Parallel lief ein Parteiausschlussverfahren, das bis heute nicht endgültig abgeschlossen ist. Man mag es „ungewöhnlich“ nennen, dass ausgerechnet er eingeladen wurde, an diesem Abend über Rassismus zu sprechen.
Bericht: AfD schließt Bundespolitiker Matthias........
