Robert Menasses Novelle „Die Lebensentscheidung“: EU, Gesundheit und hasenherzige Politik
Der 58-jährige Franz Fiala hat die Feier zum 89. Geburtstag seiner Mutter überstanden, mithin das schreckliche Gerede der Verwandtschaft. Der Onkel nennt ihn wegen seiner Arbeit bei der EU-Kommission in Brüssel immer nur „Herr Eurokrat“. Franz denkt zwar: „Diese Wiener Melange aus Hohn und Heiterkeit“, aber dass ihn die Frage „Na, was wird denn als Nächstes verboten?“ kränkt, das wissen die Leser schon vom Anfang des Buches.
