Ein Papiertiger, der leise in der Verfassung schnurrt: Die Bildungsinitiative meint es gut – löst aber keine Probleme
Ein Papiertiger, der leise in der Verfassung schnurrt: Die Bildungsinitiative meint es gut – löst aber keine Probleme
Die Anliegen der Aargauer Bildungsinitiative sind nachvollziehbar. Trotzdem überzeugt der Weg über einen allgemein formulierten Verfassungsartikel nicht. Wirksamer wären konkrete gesetzliche Vorgaben.
Im Prüfstand: Was meint die Aargauer Bevölkerung zur Bildungsinitiative?
Alle betonen die Wichtigkeit von guter Bildung. Die Befürworterinnen der Initiative ohnehin, die Gegner ebenfalls. Klar, wer ist schon gegen gute Bildung?
Genau diese sieht die Bildungsinitiative in Gefahr. 2024 lanciert und eingereicht, kommt das Anliegen des Branchenverbands Bildung Aargau in rund zwei Wochen an die Urne. «Bildungsqualität sichern – jetzt» heisst die Initiative mit vollem Namen. Mit ihr wollen die Initiantinnen Bildungsqualität in der Verfassung verankern. Der Auftrag an Kanton und Gemeinden? Sie sollen für guten Unterricht die «notwendigen Mittel» zur Verfügung stellen. Konkret: genügend ausgebildete Lehrer, Schulleiterinnen, Heilpädagogen.
Ein sympathisches Anliegen, durchaus. Warum also sollte man die Initiative dennoch ablehnen?
Die Kostenfrage überzeugt nicht
Um die Initiative abzulehnen, muss man gar nicht das Schreckensszenario im Ausmass eines Barockgemäldes malen, wie das Regierungsrat und Gegner-Komitee tun. Die Aargauer Regierung befürchtet bei einer Annahme jährlich wiederkehrende hohe Kosten: 50........
