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Zwischen Krisen und Selbstwirksamkeit

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26.01.2026

Ein Jahr, das sich genauso anfühlt wie das Wetter vor meinem Fenster: sehr kalt und sehr grau. Egal, wo man hinschaut (oder hinklickt): Bedrohung. Ein Jahr, in dem man nur einmal falsch auf das Smartphone tippen muss, und schon starrt man in eine Weltlage, die so deprimierend ist, dass man sich fragt, ob es moralisch vertretbar wäre, den Rest des Tages einfach unter der Bettdecke zu verbringen. Der Blick auf mein Konto löst übrigens ähnliche Gefühle aus, danke, Energie- und Lebensmittelkosten.

Nachhaltigkeit rennt nur noch unter „ferner liefen“. Der sogenannte Omnibus der EU fährt unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung über alles drüber, was an „nachhaltigen“ Verbesserungen in den vergangenen Jahren erreicht wurde. Berichtspflicht? Pah. Taxonomie? Wird wohl aufgeweicht. Die Green Claims Initiative, die ein massives Beil gegen Greenwashing gewesen wäre? Liegt auf Eis. Verbrennerverbot? Was ist das?

Von weiteren politischen Entwicklungen, weitergegebenen Friedensnobelpreisen, Protesten mit tausenden Toten im Iran (wo sind eigentlich die Free Iran Demonstrationen?) und einem komplett absurd erscheinenden Streit um Grönland (das übrigens zu wirklich fantastischen Memes von Grönländer:innen selbst führt,........

© Wiener Zeitung