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Trump und das Klima: Verbannte Worte sind nur der Anfang

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22.03.2025

Grade noch dachte man, das Absurdeste, das die orangefarbene Präsidentschaft liefern kann, war die Mail von Elon Musk an alle US-Bundesbediensteten mit der Frage nach ihrer Leistung und der unverhohlenen Drohung, bei Nichtbeantwortung der Mail gekündigt zu werden – was von einem Gericht glücklicherweise in Windeseile wieder aufgehoben wurde („Wos woar mei Leistung?“ drängt sich auf). Jetzt veröffentlichte die New York Times eine Liste von fast 200 Wörtern, die von nun an in der offiziellen Kommunikation der US-Behörden nicht mehr genutzt werden sollen.

Einfach: „Das dürft’s jetzt nicht mehr sagen, wenn ihr im Namen der Behörden kommuniziert“. Das muss wohl dieses „Freedom of Speech“ sein, von dem die immer reden.

Der Großteil betrifft DEI-Themen, also Diversity, Equality und Inclusion. Dass Worte wie „Feminism“ und „Woman“ auf der Liste stehen, zeichnet ein sehr eindeutiges und erschreckendes Bild. De facto wird alles, was nicht gerade ein weißer, männlicher Republikaner ist, abgelehnt. Aber auf der Liste stehen auch die Begriffe „clean energy“, „climate crisis“ und „climate science“: Saubere Energie, Klimakrise und Klimawissenschaft.

Trump bezeichnet den Klimawandel als „großen Schwindel“. Der neue Energieminister Chris Wright betonte kürzlich in einer Rede: „Die Trump-Regierung wird den Klimawandel als das behandeln, was er ist: ein globales physikalisches Phänomen, das eine Nebenwirkung des Aufbaus der modernen Welt ist.“ Das heißt: Ja, mei, dann wird’s halt heißer - wir subventionieren weiterhin Öl, Gas und Kohle, weil wir das brauchen, um wirtschaftlich vorwärtszukommen. Alter Republikaner zu sein heißt wohl auch, alt zu denken.

Innenpolitik-Journalist Georg Renner über Österreichs Politiklandschaft.

Nachrichten aus den USA lesen löst in mir gerade die gleichen Gefühle aus wie das Ansehen einer Folge von „Black Mirror“ – mit dem Unterschied, dass die in Black Mirror dargestellten Dystopien (noch) nicht echt sind. Alles in Zusammenhang mit der US-Regierung fühlt sich gerade an wie dieses Meme, wo der Hund in einem brennenden Raum sitzt und „This is fine!“ sagt. Trumps Entscheidungen, aus dem Pariser........

© Wiener Zeitung