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Die schlechteste Alternative: Die AfD schadet dem Standort Deutschland

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Geahnt hat man es schon immer. Jetzt belegen neue Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln diese Befürchtung: Zugewanderte Fachkräfte im erwerbsfähigen Alter wollen nicht in Ostdeutschland leben und arbeiten. Grüße gehen raus an die AfD.

Denn die sogenannte Alternative für Deutschland erreicht mit ihrem rechten Gedankengut genau das, was sie anstrebt: Zugewanderte wollen nicht in den Bundesländern leben, in denen sie maßgeblichen Einfluss auf die politische Meinungsbildung hat. Kein Wunder: Wer will sich schon dort ein neues Zuhause aufbauen, wo einem entgegengebrüllt wird, dass man nicht willkommen ist?

AfD gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland

Schlimm genug, dass die AfD mit ihrer ausländerfeindlichen Einstellung Weltoffenheit, Toleranz und ein friedliches Miteinander verhindern will. Sie gefährdet zudem auch den Wirtschaftsstandort Deutschland. Denn der ist auf zugewanderte Fachkräfte angewiesen. Findet keine Zuwanderung statt, gibt es schon bald schlichtweg nicht mehr genügend arbeitende Menschen. Mit einer Negativspirale, die mit einer Veralterung und dem Wohlstandsverlust Deutschlands endet.

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Doch das leugnet die AfD. Sie sieht Zuwanderung nicht als Mittel gegen den Fachkräftemangel, sondern warnt vielmehr vor „kulturfremden Fachkräften“, die im Gesundheits- und Pflegesektor das Wohl der Patienten gefährden. So schreibt es die AfD aus Sachsen-Anhalt in ihrem Programm.

Die Bundesregierung täte gut daran, vor dem Hintergrund der IW-Zahlen die Streichung der Fördergelder für mehr als 200 Projekte für Vielfalt und gegen Hass nochmals zu überprüfen. Es geht um nicht weniger als die Zukunft Deutschlands.


© Westfaelische Rundschau