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Mehr Komfort bei der Deutschen Bahn: Ein Lichtblick, aber es braucht mehr

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01.03.2026

Es gibt neben den vielen schlechten Nachrichten von der Bahn gelegentlich auch Lichtblicke. Dazu gehören die von Verkehrsminister Patrick Schnieder initiierten Sonderprogramme für mehr Sicherheit, Sauberkeit und Komfort an den Bahnhöfen und in den Zügen. Am Kerngeschäft, dem Transport von Menschen und Gütern, lässt sich nichts auf die Schnelle verbessern. Die Kunden sollen nun wenigstens den Eindruck gewinnen, dass sich etwas zum Besseren wandelt. Das ist in Ordnung, aber längst nicht genug.

Es muss auch im Kerngeschäft bald zu spürbaren Verbesserungen kommen. Denn die Menschen wollen mit der Bahn fahren. Der Marktanteil der Schiene am Reiseverkehr steigt, die Nachfrage ist trotz der fehlenden Zuverlässigkeit groß. Und wohl kein anderes Unternehmen kann bei schlechten Leistungen seine Kunden halten. Die haben Besseres verdient.

Deutsche Bahn: Generalsanierung sollte überdacht werden

Ein paar Stellschrauben für mehr Pünktlichkeit sind auch vorhanden. Weniger Züge auf viel befahrenen Strecken könnten helfen. Auch stellt sich die Frage, ob tatsächlich immer die chronisch überlasteten Knotenbahnhöfe angesteuert werden müssen. Womöglich tut es ein Halt an einem anderen großen Bahnhof einer Großstadt auch.

Vielleicht sollte auch das Konzept der Generalsanierungen noch einmal überdacht oder deren Abfolge zeitlich weiter gestreckt werden. Die Verzögerungen bei der Modernisierung zwischen Hamburg und Berlin oder die bei Weitem nicht so positiv wie erwartet erfolgten Verbesserungen auf der Riedbahn stellen das Konzept infrage. Womöglich wäre eine andere Herangehensweise mit weniger Einschränkungen für die Kunden verbunden. Diese Möglichkeit sollte zumindest einmal geprüft werden.


© WAZ