Karibik, Kicken, Curaçao: "Mama, schau mal", singt die Mini-Insel
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Karibik, Kicken, Curaçao: "Mama, schau mal", singt die Mini-Insel
10. Juni 2026 | Reinhard Schlieker
Von der Antillen-Insel, kleinster WM-Teilnehmer aller Zeiten und damit das Elversberg des Weltfußballs, berichtet The European in der einzigen deutschen Fußball-Kolumne direkt aus Curaçao (Teil 2)
VON REINHARD SCHLIEKER, Curaçao
“Mama, schau mal”, wirbt Pop-Idol Jeon im groovigen Kompa-Track in Open-Air-Konzerten, aus Autoradios, Kneipen und MP3-Playern - “Mama wak” in der Landessprache Papiamentu. Curaçao, jenes Inselchen der niederländischen Antillen, stimmt sich im Rhythmus des Tropical Salsa auf die Fußball-WM ein - und auf die Teilnahme der kleinsten Nation, geschätzte 185.440 Menschen, die es jemals ins Turnier der Größten geschafft hat.
Und jetzt gehts los. Seit Wochen wird hier gefeiert, geschmückt, getanzt. „Mama wak!“ besingt die Überraschungsqualifikation der hiesigen Nationalelf, deren erster Gegner am 14. Juni Deutschland heißt – der Neuling trifft auf den vierfachen Weltmeister. Eine schwere Gruppe E wird das, aber wenn man durch die Gassen und über die Plätze der Altstadt von Willemstad streift, wird dort der Eindruck vermittelt, Curaçao sei mindestens schon Vizemeister geworden.
Was den Respekt vor Deutschland nicht schmälert. Schon die Fußball-Trikots der „Selectie“ erinnern daran, denn der Ausrüster ist Adidas. Und die Jungs rund um die Trainingsplätze von Inter Willemstad und der übrigen Lokalteams tragen traditionell ihre Bayern-München-Trikots oder sind von hinten als „Müller“, „Neuer“ oder sogar noch „Klinsmann“ ausgewiesen. Vor einige Zeit schon offenbarte sich der Touristenführer durch den........
